Hypnose

Hypnose

Hypnose hat eine jahrtausendealte Tradition im therapeutischen Einsatz; bereits im dem alten Ägypten (ca. 1500 vor unserer Zeitrechnung) wurde Hypnose im medizinischen Papyrus Ebers erwähnt. Die moderne Hypnose und Hypnotherapie geht unter anderen auf Franz Anton Messmer (1734-1815), den Erfinder des magnetischen Mesmerismus zurück.

Die moderne Hypnose und Hypnotherapie wurde grundlegend durch den amerikanischen Psychiaters Milton H. Erickson geprägt. Milton H. Erickson stellte den Klienten und dessen individuelle Fähigkeiten, Erfahrungen und Eigenschaften in das Zentrum seiner Arbeit und nutzte (utilisierte) diese derart, dass die Lösung der zugrundeliegenden Problematik aus dem Klienten heraus und gemeinsam mit dem Klienten gestaltet wurde.

Die von Milton H. Erickson geprägte Form der Hypnose und Hypnotherapie ist Grundlage unserer Arbeitsweise, der Klient und dessen individuelle Fähigkeiten und Erfahrungen stehen im Zentrum unserer Arbeit.

 

Unsere Vorgehensweise

Bestandteil jeder individuellen Hypnosearbeit ist ein ausführliches Vorgespräch, in welchem das der Arbeit zugrundeliegende Thema und die Zielsetzung der Arbeit besprochen wird.

Ein Fokus liegt dabei auf dem von Ihnen angestrebten Ziel. Fragen, die Ihnen dabei gestellt werden können sind zum Beispiel:

  • Was hat Ihnen bei der Zielerreichung geholfen?
  • Was wird Ihnen durch die Zielerreichung möglich?
  • Was hat sich alles für Sie dadurch verändert? Wie sehen Sie dann aus? Was tun Sie dann?
  • Woran haben Sie gemerkt, dass Sie auf dem richtigen Weg sind?
  • Was soll sich dadurch nicht verändern?
  • Was ist Ihnen dadurch nicht mehr möglich?
  • Wem sind Sie dadurch weniger ähnlich?

Die in diesem Vorgespräch gewonnen Informationen ermöglichen es, die Hypnose für Sie maßzuschneidern und an ihre Bedürfnisse anzupassen. Wenn es auf die beiden letzten
Fragen Antworten gibt, werden diese berücksichtigt.

Die jeweilige Hypnosesitzung kann auf Wunsch als mp3 aufgezeichnet werden und dem Klienten im Anschluss an die Sitzung zur Verfügung gestellt werden.

Besonders bei Verhaltensänderungen wie z.B. bei der Rauchentwöhnung oder anderen Verhaltensänderungen kann der Klient vom mehrfachen Anhören der Aufzeichnungen profitieren.

 

Stand der wissenschaftlichen Forschung

Die Wirksamkeit von Hypnose und hypnotherapeutischer Arbeit ist vielfach im Fokus wissenschaftlicher Forschungsarbeit. Hier möchten wir auf die Seiten der Milton Erickson Gesellschaft (MEG) verweisen, die auf ihrer Homepage einige der vielen Studien auflistet:

http://www.meg-tuebingen.de/1-hypnose-hypnoseforschung.htm

 
Bereits im März 2006 stellte der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie „zusammenfassend fest, dass die Hypnotherapie bei Erwachsenen für Behandlungen in folgenden Anwendungsbereichen als wissenschaftlich anerkannt gelten kann: Psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten sowie Abhängigkeit und Missbrauch (Belege liegen lediglich für Raucherentwöhnung und Methadonentzug vor)“ (Quelle: http://www.wbpsychotherapie.de/page.asp?his=0.113.122.123)

 

Ist Hypnose für jeden geeignet?

Wie auch andere im therapeutischen Bereich eingesetzte Methoden, ist Hypnose nicht für jeden geeignet. Allerdings bestehen nur wenige Kontraindikationen.
Bei gewissen Krankheitsbildern ist die durch Hypnose hervorgerufene Tiefenentspannung oder der geänderte Bewusstseinszustand kontraindiziert.

Personen, die an einer der folgenden Erkrankungen leiden, sind nicht für Hypnose bzw. Selbsthypnose geeignet:

  • Psychosen (z.B. Schizophrenie, Bipolare Störung, Endogene Depressionen…)
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Epilepsie und ähnlichen Anfallserkrankungen
  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Bei folgenden Krankheitsbildern wird vor der Hypnose eine Abstimmung und Freigabe durch den behandelnden Arzt benötigt, auch wenn die Hypnose therapiebegleitend erfolgen soll:

  • Depressionen und ADS (beides nur bestimmte Formen)
  • Herzerkrankungen, kürzlich vorgefallenem Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • Thrombose
  • geistig behinderten Menschen
  • Suchterkrankungen (Drogenabhängigkeit, Alkoholabhängigkeit, Medikamentenabhängigkeit)
  • Einnahme von Psychopharmaka
  • Schwangerschaft (hier sollten nur bestimmte Hypnosetechniken von speziell dafür ausgebildeten Therapeuten angewandt werden)

Sofern Sie Selbsthypnose praktizieren, sollten Sie sich bei bestehender Schwangerschaft mit diesen Techniken und Einschränkungen vertraut machen.